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Dinge, die ich heute anders machen würde

Dinge, die ich heute anders machen würde

Es hat drei Kinder gedauert, bis ich es tatsächlich schaffe, nicht „alles“ bei Google einzugeben. Ja, auch das dritte Kind weint aus nicht immer nachvollziehbaren Gründen. Vieles wäre als Ursache möglich, oft reichen kuscheln, stillen und die Stimme.

Es hat drei Kinder gedauert, bis ich meine Entscheidungen nicht mehr zur Diskussion stelle. Ich stille auch nach dem ersten Lebensjahr? Ja! Mein Kind darf auch vor dem Fernsehen Abendbrot? Ja! Ich lasse mich weniger beeinflussen. Ich bin sicherer in meiner Mamarolle.

Die wohl wichtigste Erkenntnis jedoch: Jedes Kind ist individuell. Es gibt kein Patentrezept gegen oder für etwas. Das ist genauso gut wie schlecht. Gut besonders, weil ich so überlege, was ist das Beste für mein Kind. Melina ist eher ruhig, beobachtet erst einmal. Sie muss bei neuen Dingen motiviert werden, sich zu trauen. Freddie hingegen ist laut und mutig – mit der Gefahr sich zu übernehmen. Jede Entscheidung, die ein Kind betrifft, ist also individuell getroffen.

Das Kind einfach mal machen lassen

Das war nicht immer so. Gerade als ich das erste Mal Mutter wurde, fiel es mir schwer, Melina einfach machen zu lassen, in ihrem Tempo. Aber ich habe dazu gelernt, zum Glück.

Schlecht ist das, weil es natürlich Situationen gibt, in denen ich mir ein Allheilmittel wünschen würde.

Abgelegt habe ich auch den Perfektionismus. Jeden Tag frisches Gemüse auf dem Tisch? Nein, hier gibt es auch mal Milchreis. Schmeckt uns allen und muss einfach mal sein. Der allabendliche Obstteller fehlt dafür nie.

Doch es gibt auch ganz banale Dinge, die ich inzwischen anders handhabe. So kaufe ich deutlich weniger Klamotten, davor aber qualitativ hochwertiger. Am Anfang habe ich „jedes“ süße Teil mitgenommen. Der Kleiderschrank platze förmlich. Inzwischen achte ich auf darauf, dass die Sachen aus guten Materialien sind, vielleicht sogar mitwachsen. Der Beste sagt zwar, dass wir immer noch zu viel haben, aber im Kaufen, und ich kaufe deutlich weniger, bin ich bewusster geworden.

Dinge, die nicht zur Diskussion stehen

Es gibt Dinge, die sind mir wichtig. Da diskutiere ich nicht drüber – Zähneputzen zum Beispiel. Aber es gibt auch Dinge, die ich inzwischen die Kinder entscheiden lasse. Warum? Weil es eigentlich egal ist, ob die Kinder in Gummistiefel rausgehen, obwohl es nicht regnet.

Mit dem dritten Kind bin ich in der Mamarolle angekommen. Entspannt genug, um die Kleinen machen zu lassen. Ernst genug, um zu wissen, was wirklich wichtig ist. Dazu zählt auch das Genießen!

Hat das Ankommen bei euch auch gedauert oder wart ihr gleich sicher?

Liebe Grüße, Jette!



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