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Motzmittwoch: Das dritte Kind läuft mit? Nein!

Motzmittwoch: Das dritte Kind läuft mit? Nein!

Es gibt diverse Sätze, die mich als Mutter begleiten. Egal ob Ratschläge oder Kommentare – meistens sind sie unnütz, oft kommen sie ungefragt, bevorzugt von Fremden. Einen Satz, den ich immer wieder höre: Ach, das dritte Kind läuft doch so mit. Schon während der Schwangerschaft hat mich dieser Satz gestört und auch jetzt, sieben Wochen nach der Geburt von Bosse, widerspreche ich.

Ich muss gestehen: Bosse ist ein recht pflegeleichtes Kind. Er schläft tagsüber wie nachts (noch) recht viel und gut. Außerdem lässt er sich gerne tragen, was mir den Alltag erleichtert. Trotzdem läuft er nicht mit. Er hat genauso Bedürfnisse und Ansprüche. Er hat hunger, möchte auf den Arm, braucht Hilfe wenn es im Bauch zwickt.

Und denke ich weiter: Auch er wird eine Gutenachtgeschichte hören wollen, auch er wird mir von seinem Tag erzählen. Ich werde ihm also genauso zuhören, mit ihm genauso spielen und ihn genauso trösten wie die anderen Kinder.

Er läuft mit? Ja, vielleicht wird er durch das Spielen mit den Geschwisterkindern mich in einigen Situationen weniger brauchen. Aber ich bin Mama von drei Kindern, die mich mal mehr und mal weniger brauchen – ob bei praktischen Sachen oder in emotionalen Dingen, unabhängig in welcher Reihenfolge sie geboren wurden. Mitlaufen sollte also keines der Kinder, das ist mein Anspruch als Mama an mich.

Wie seht ihr das? Eure Jette!



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