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Fünf Dinge, die ich nur als Mama mache

Fünf Dinge, die ich nur als Mama mache

Es gibt viele Dinge, die sich ändern, wenn man Mama wird. Ich rede jetzt nicht von den schlaflosen Nächten oder den Klamotten, die zu Speisekarten der Kinder mutieren. Ich rede davon:

1. Ist die Ampel rot, bleibe ich stehen. Auch wenn die Bahn an mir vorbei fährt und ich zehn Minuten auf die nächste warten muss. Natürlich grummelnd. Ich bleibe stehen, auch wenn kein Auto zu sehen ist. Natürlich nervös, auf und ab wippend. Ist die Ampel grün, gehe ich über die Straße. Gehen, nicht rennen. Vorteil: Der Kaffee bleibt im Becher und verteilt sich nicht mit jedem Schritt über Jacke und Tasche.

2. Der eigentlich als hässlich abgestempelte Fahrradhelm ist zur Grundausstattung für jede Fahrradtour geworden. Mir sind bzw waren die Vorteile dieser Kopfbedeckungen schon immer klar, aber einen gekauft habe ich mir erst, als ich mit Melina fahren wollte. Ich möchte weder, dass sie als Halbwaise aufwächst, noch das sie mich pflegen muss.

Klar, der Helm ist keine Garantie, aber er bietet eine erhöhte Sicherheit. Im Auto schnalle ich mich ja auch an. Nicht, weil ich dadurch jeden Unfall überleben würde, sondern weil ich die Wahrscheinlichkeit damit erhöhe.

Nutellabrot3. So reizvoll ein Messer voller Nutella auch ist, es wird NICHT abgeleckt. Zugegeben, manchmal fällt mir das erst ein, wenn es schon fast zu spät ist. So versuche ich die an der Schneide klebende Schokolade doch noch aufs Brötchen zu kriegen – meist vergeblich.

4. Die verblümte Sprache wird mehr und mehr im Alltag verankert. Statt während der Autofahrt die Bandbreite an Schimpfwörtern rauszubrüllen, findet man Ersatz und macht seinem Frust kindgerecht Luft. Leise murmelnd.

5. Melina ist noch keine drei Jahre alt und doch habe ich in der Zeit schon mehr geklebt, geschnitten und gebastelt als in meinen Lebensjahren zuvor. Ich gebe sogar zu, dass ich mich glatt freue, wenn Tchibo Bastelsachen im Angebot hat.

Sie passieren aus Liebe

Nicht falsch verstehen, all die Dinge meine ich gar nicht negativ. Im Gegenteil. Ich glaube, sie passieren aus Liebe. Als ich Mutter wurde, überlegte ich mir, was aus meinem Kind, jetzt Kindern, werden soll.

Was möchte ich ihnen mitgeben? Welche moralischen Werte? Was ist mir wichtig und was nicht? Das veränderte auch mich. Zum Glück. Denn eigentlich geht es bei all den Sachen darum, ein Vorbild zu sein.

Ich habe mal ein Zitat gelesen, welches mich seit langem begleitet. Inhaltlich heißt es, dass es in der Erziehung nicht darum geht, was du sagst, sondern was du machst, vorlebst. Ich hoffe, dass ich diesem (also meinem) Anspruch immer gerecht werden kann.

Eure perfekt unperfekte Jette!



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