Ein Familienblog aus Berlin. Hier wird gemotzt und gel(i)ebt

1000 Fragen an mich #1

1000 Fragen an mich #1

Mit der Geburt meines ersten Kindes veränderte sich mein ICH. Der Prozess begann bestimmt schon während der Schwangerschaft. Denn während ich vorher viel ausging, gerne Sekt trank, spontan und unbedarft war, wurde ich mit der Geburt fast das komplette Gegenteil. Und das meine ich nicht negativ oder überhaupt wertend.

Meine Kinder haben mich zu einem besseren Menschen gemacht. Ich frühstücke, gehe nicht bei rot über die Straße, habe moralische Werte, die ich nicht nur erwarte sondern auch vorleben möchte. So wie sie mir ihre Welt voller Feen und Monster zeigen, möchte ich ihnen meine näher bringen. Wir gehen ins Puppentheater, sammeln Kastanien, backen oder vergessen beim Lesen von Büchern die Zeit.

Wer bin ich eigentlich?

Doch dann kommt der Moment, in dem man sich fragt: Wer bin ich eigentlich? Die Mutterrolle ist so präsent und vordergründig, dass all das Andere verdrängt wurde. Und ist man einmal im Alltag mit drei Kindern und Hund drin, ist es gar nicht so einfach, da wieder raus zu kommen. Wie ich euch bereits in meinen Blogpost über 2017 und 2018 geschrieben habe, wird sich hier viel verändern. Denn ich plane wieder in den Beruf einzusteigen.

Schon jetzt haben wir eine Babysitterin die regelmäßig kommt und ich gönne mir im Alltag bewusst Auszeiten. Bevor ich die beiden großen Kinder aus der Kita abhole, genieße ich meinen Kaffee mit guter Musik. Zehn Minuten nur für mich. Abends habe ich mir angewöhnt zu kochen. Nur für mich bzw mich und den Besten. Zur klassischen Abendbrotszeit bin ich meist alleine mit den Kindern und kochen im großen Stil ist schlicht weg nicht möglich und meine Kinder mögen die Gerichte auch meist gar nicht.

Also koche ich abends, wenn alle schlafen. Ein Genuss, nicht erst beim Essen. Bei Johanna auf dem Blog pinkepank.de habe ich einen tollen Beitrag gefunden. Es geht um Selbstfürsorge und die Suche nach dem ICH außerhalb des Mamadaseins. Jede Woche will sie 20 Fragen dazu beantworten. Eine super Idee wie ich finde. Da es eine sehr persönliche Sache ist, weiß ich nicht, ob ich immer alle Fragen hier auf dem Blog beantworten werde, aber ich fange einfach mal an. Macht ihr auch mit?

Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?
Im Dezember sind der Beste und ich zum ersten Mal seit Bosses Geburt alleine essen gegangen. In einem Restaurant, ohne Kinderfinger im Essen. Denn wir haben, wie oben bereits erwähnt, nun eine Babysitterin, die regelmäßig kommt.

Mit wem verstehst du dich am besten?
Mh. Ich bin kein Freund von Superlativen. Ich verstehe mich eigentlich mit allein Menschen in meinem Umfeld gut. Wenn ich eines gelernt habe, dann das man sich von Menschen, die einem nicht gut tun, trennen sollte.

Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?
Ich gehöre zu den Menschen, die abends mit dem Laptop auf dem Sofa sitzen. Zu müde für sinnvolle Sachen, zu fit zum Schlafen. Und so surfe ich sinnlos rum, schaue hier und da. Klappe den Laptop zu und habe eigentlich keinen Mehrwert davon.

Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?
Ich kann Witze weder gut erzählen, noch sie mir merken. Gut lachen kann ich aber über einige Aussagen meiner Kinder. Stichwort Kindermund.

Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? 
Nein. Wenn ich traurig oder berührt bin, dann ist das eben so. Ich habe schon in der Tram geweint, weil das Buch, welches ich in dem Moment las, zu bewegend war. Ich habe schon vor meinen Kindern geweint und ich weine auch im Kino vor Fremden.

Woraus besteht dein Frühstück?
Ich habe früher nie gefrühstückt, erst seit der ersten Schwangerschaft. Am liebsten esse ich Vollkornbrot mit Eiersalat und Tomate. Dazu ein heißer Kaffee mit Milch. Perfekter Start in den Tag.

Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?
Bosse, als er in der Trage eingeschlafen ist.

In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?
Wir mischen uns gerne mal ungefragt ein.

Was machst du morgens als erstes?
Die Kaffeemaschine anstellen.

Kannst du gut vorlesen? 
Oh ja. Ich habe schon immer gerne und viel gelesen – in der 5. Klasse auch den Vorlesewettbewerb an der Schule gewonnen. Meinen Kindern lese ich unglaublich gerne vor.

Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?
Eine schwierige Frage. Müsste ich meine Mama fragen.

Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?
Einen Bus für Urlaube weiter weg.

Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?
Ich wäre gerne spontaner.

Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Ich schaue sehr gerne Serien. Zum Beispiel: Mom, Walking Death (wobei die Serie zunehmend schlechter wurde), Designated Survivor, Orphan Black, House of Cards.

Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?
Das ist schon Jahre her. Da muss ich selber noch Kind gewesen sein. Im Urlaub waren meine Eltern oft im Legopark mit uns. Ich kann mich aber auch noch an den Hansa Park erinnern.

Wie alt möchtest du gerne werden?
Ich möchte so alt werden, wie ich das Leben noch genießen kann. Nicht ans Bett gefesselt, fit genug für schöne Dinge.

An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? 
An den letzten Familienurlaub. Wir waren im September an der Mecklenburgischen Seenplatte und wir haben zum ersten Mal mit Halbpension gebucht. Das hat uns allen so gut getan. Kein einkaufen, zubereiten und Küche putzen. An sich keine schlimmen Dinge, aber im Urlaub haben sie mir nicht wirklich gefehlt. Für dieses Jahr haben wir schon Urlaub gebucht – jedes Mal wieder mit Halbpension.

Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?
Selbstzweifel, endlose Traurigkeit, Enttäuschung.

Hättest du lieber einen anderen Namen?
Nein. Ich mag den Namen Jette.

Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?
Ich zweifle bei größeren Entscheidungen. Meist aber erst im Nachhinein. War es richtig? Ist das der optimale Weg – für mich und die anderen?

Bald folgt Teil 2, ich bin auf die Fragen gespannt. Macht ihr auch mit? Falls ihr keinen Blog habt, gerne auch in den Kommentaren oder auf Instagram.

Eure Jette!

Edit: Hier findet ihr Teil 2.



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