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Wir ziehen um! Unsere Suche nach dem (Wohn)Glück

Wir ziehen um! Unsere Suche nach dem (Wohn)Glück

Wie Ameisen gehen wir hinter einander die Treppen hoch. Das gemeinsame Ziel: eine Fünf-Zimmer-Wohnung. Die Stimmung ist angespannt. Mit dem Betreten fangen die Blicke an die Räume nach wichtigen Daten zu scannen: Zustand der Wände, Alter der Fenster, Qualität des Fußbodens. Wer zu zweit kommt, flüstert sich zu, wo welches Möbelstück stehen könnte.

Auch in bin eine dieser wohnungssuchenden Ameise. Ich tipple hinterher, scanne aber nicht. Schon im ersten Raum ist klar, dass das DIE Wohnung ist. Die Fenster sind groß, alle Zimmer hell und nicht verwinkelt. Die Möbel könnten da stehen, wo ich es möchte, nicht da, wo sie hinpassen – so wie jetzt. Ein zweiter Flur mit zwei Nischen. In mir lauter Jubel, nach außen bin ich mimiklos.

Ich suche den Besten und will ihm irgendwie deutlich machen, dass ich diese Wohnung für einen absoluten Knaller halte. Aber ich sehe ihn nicht. Je weiter ich gehe umso lauter wird das Gemurmel, die Ameisenschlange löst sich immer wieder auf, formiert sich neu. Ich habe kurz die Orientierung verloren. Da, die Küche. Da war ich noch nicht. Mit Balkon. Wow! Haben wir jetzt nicht. Genauso wie ein Gäste-WC. Wieder Jubel,natürlich nur innerlich. Die anderen sollen sich bloß auf die negativen Punkte konzentrieren.

Tipps für die Wohnungsbewerbung

Schließlich findet der Beste mich. Er lächelt, ich lächle. Wir verlassen die Wohnung, holen uns das Anmeldeformular und lassen die rund 300 anderen Ameisen zurück. Im folgenden Gespräch fiel mir auf, dass ich gar nicht das Bad gesehen habe. Ein Nachteil an den Massenbesichtigungen. Und wie war noch mal der Boden im Kinderzimmer 2? Egal. Auf Einzelheiten kommt es jetzt nicht an. Der erste Eindruck stimmte. Und so bewerben wir uns noch am gleichen Abend. Achtung Spoiler: Wir haben die Wohnung bekommen! Deshalb hier meine Tipps für die Bewerbung.

Die Schufaauskunft ist immer Pflicht und ihr könnt sie euch innerhalb weniger Minuten besorgen. Zum Beispiel hier, als PDF speichern, fertig. Die anderen Unterlagen habe ich auch eingescannt, so dass ich ein gemeinsamen PDF-Dokument erstellt habe. Das finde ich übersichtlicher, als zehn verschiedene Anhänge in einer Mail.

Außerdem haben wir ein Anschreiben mit Fotos von uns dazugelegt. So bekommt ein Name ein Gesicht. Ich will nicht behaupten, dass das der Grund für die Zusage ist, aber eine persönliche Note kann nicht schaden.

Auf ins neue Heim

Und so ziehen wir nun um, nur wenige hundert Meter weiter in eine 130 Quadratmeter große Wohnung. Ich kann es immer noch nicht fassen. Wir, mit drei Kindern und Hund. Dadurch müssen wir nicht die Kita wechseln, unser Arbeitsweg verändert sich nicht und auch die Großeltern bleiben in fußnähe.

In den nächsten Wochen nehme ich euch ein bisschen mit. Schreibe über Dinge, die gut klappen und welche, die als absoluter Reinfall durchgehen. Ich zeige euch DIY-Ideen und natürlich die neue Wohnung.

Wer aber noch mehr über das Leben zu sechst auf kleinem Raum lesen möchte, schaut mal bei Bettie auf fruehesvogerl vorbei. Sie hat mich interviewt und nach Tipps gefragt.

Ich freue mich, wenn ihr mich begleitet, Eure Jette!



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