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Das Baby ist da und alles ist anders

Das Baby ist da und alles ist anders

Der Abstand zwischen meinen Kindern ist mit zwei Jahren nicht besonders groß. Als Freddie zur Welt kam, war Melina 2 Jahre und 8 Tage alt. Als Bosse unsere Familie vergrößerte, war Freddie 2  Jahre und 8 Monate alt, Melina inzwischen 4. Aktueller Stand: Ein Baby und zwei Kleinkinder. Uff.

Melina, die schon bei der Geburt ihres ersten Bruders gerne mit Puppen spielte, imitierte mich damals sehr oft. Wickeln, füttern und hin und her wippen, wenn sie weint. Und auch bei Freddie beobachtete ich genau das gleiche Verhalten. Immer wieder legte er Puppen und Kuscheltiere zum Stillen an. Inzwischen, Bosse ist vier Monate alt, hat das nachgelassen.

Melina fiel das Rücksichtnehmen auf ihren kleinen Bruder damals nicht sehr schwer. Ich konnte mich neben dem Stillen gut mit ihr beschäftigen, da sie gerne puzzelte oder Bücher vorgelesen bekam. Auch konnte sie sich schon etwas alleine beschäftigen.

Also Bosse sich ankündigte, machte ich mir wegen Freddie etwas mehr Gedanken. Er ist körperlich viel aktiver, wilder und nicht besonders gut mit Puzzeln oder ähnlichen Sachen zu beschäftigen.

Spielkiste für das Wochenbett

Für das Wochenbett stellte ich mir eine Kiste mit Spielzeug/Beschäftigungsmöglichkeiten hin. Ging es mir nicht so gut oder Bosse brauchte meine Aufmerksamkeit, bediente ich mich an ihr. Drin waren kleine Legosachen, ein Set zum Steine bemalen und so.Spielkiste für das Wochenbett

Mir war klar, dass Kinder besonders eins wollen: helfen. Und das durften sie auch von Anfang an. Beim Wickeln erledigte sich diese Ambition jedoch recht schnell dank voller Windeln und dem dazu gehörigen Geruch. Bis heute reicht ihnen Zugucken.

Für abends überlegte ich mir zwei Sachen, denn jeder von ihnen wollte Bosse ins Bett bringen. Und so einigten wir uns auf folgendes: Ich trage ihn nach dem Stillen rüber ins Bett, einer deckt ihn zu, der andere darf die Spieluhr aufziehen. Das Besondere: auf Zehenspitzen raus schleichen und draußen flüsternd abklatschen. Verbindet und keiner wird ausgeschlossen.

Inzwischen ist es so, dass sie zwar noch auf den Gute-Nacht-Kuss bestehen, nicht aber mehr auf das allabendliche Prozedere.

Sätze wie „Bitte leise sein“ werden seltener. Wir haben alle dazu gelernt. Die Kinder, dass man zu jemanden hin gehen kann, wenn man etwas möchte statt durch die Wohnung zu brüllen. Ich, dass Bosse im Tragetuch trotz Lärm besser schläft und Bosse, dass es einfach einen erhöhten Geräuschepegel bei uns gibt.

Was sich seit der Geburt verändert hat

Auch beim dritten Kind gibt es Dinge, die in der Theorie anders geplant waren, als sie in der Praxis nun laufen: So schläft Melina jeden Nacht bei uns im Bett – sie möchte nicht „alleine“ schlafen. Die Gänsefüßchen deshalb, weil sie sich ja ein Hochbett mit Freddie teilt und sie somit ja nicht alleine ist. Aber sie ist extrem kuschelbedürftig. Ich vermute, dass die Zeit, die wir früher tagsüber dafür hatten, nun abends nachgeholt wird. Und das ist auch ok so.

Freddie hingegen besteht auf sein Bett, kommt nachts aber meistens rüber. Und sobald Bosse morgens die Augen öffnet, legt er sich zu ihm und kuschelt sich an. So so schön.

Familienzeit mal anders

Am Wochenende machen wir oft etwas getrennt. Der Beste geht gerne mit den beiden Großen schwimmen oder zu Kinderkonzerten. Da bleibe ich dann mit Bosse zu hause, genieße es, nur ein Baby zu haben. Bosse kann nach seinem Bedürfnis schlafen, in Ruhe trinken und spielen. Wir drehen mit Hund Herrmann unsere Runden und genießen ehrlich gesagt auch  mal die Ruhe.

Da ich die beiden Kitakinder meist abhole und die Nachmittage mit ihnen verbringe, freut sich der Beste aber auch, Zeit mit ihnen zu verbringen. Es sei ihm gegönnt und allen drei Kindern auch, denn jeder profitiert.

Fazit: Es ist nicht immer einfach, allen Bedürfnissen nachzukommen und dabei die eigenen nicht zu vergessen. Aber es macht Spaß, sie zusammen groß werden zu sehen.

Liebe Grüße, Eure Jette!



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