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Motzmittwoch: Nein, er ist kein Mädchen!

Motzmittwoch: Nein, er ist kein Mädchen!

Immer wieder gibt es Gespräche und Blicke über unseren Umgang mit Freddie. Er wird am Freitag drei Jahre alt und wie es so ist als Bruder einer größeren Schwester: Er schaut sich vieles bei ihr ab. So schiebt er gerne den Puppenwagen, mag es mit Pferden zu spielen und hat sich zum Geburtstag die Puppe von „Mia and Me“ gewünscht. Und ja, er bekommt sie.

Gestern früh habe ich ihm Nagellack rauf gemacht, flechte ich Melina die Haare besteht er oft auch auf einen Zopf – er verließ aber auch schon mal mit 8 Zopfgummis das Haus. Warum? Weil es für ihn normal ist.

Denkschubladen im Alltag

Er überlegt nicht, wie er als Junge reagieren sollte oder was von ihm erwartet wird. Er entscheidet nach seinem Willen, seinem Bedürfnis. Und genau das hat er uns Erwachsenen voraus. Wir denken noch immer zu oft in Mustern. Immer wieder begegnen uns Denkschubladen im Alltag. Oder warum gibt es thematisch angepasste Malbücher und Zeitschriften für Mädchen und Jungen?

Immer wieder höre ich noch den Satz „Aber du bist doch ein Junge!“. Und trotzdem hat er gerne die Krone auf dem Kopf oder verkleidet sich in der Kita mit einem Kleid. Ich weiß, dass sich das von alleine ändern wird. Spätestens wenn er für sich das „Jungssein“ definiert und ja, vielleicht sind Kleider und Nagellack dann auch doof. Aber vielleicht eben auch nicht. Vielleicht schaffen wir es durch den lockeren Umgang, dass er geschlechterunabhängig entscheidet, was er mag.

Und vielleicht schafft es dann auch die Gesellschaft mehr in unisex zu denken, statt in blau und rosa.

Liebe Grüße, Eure Jette!

 



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