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Motzmittwoch: Die Angst geht um

Motzmittwoch: Die Angst geht um

Das Problem mit der Angst ist, das sie oft abstrakt, nicht greifbar ist. Seitdem ich Mama bin, ist sie jedoch spürbarer als je zuvor. Das Leben, die Gesundheit und das Glück meiner drei Kinder sind mir wichtig. Sehr wichtig.

Und obwohl es allen gut geht, nichts folgenschweres bisher passiert ist, ist die Angst mein ständiger Begleiter. Im Kleinen auf dem Spielplatz, im Großen, wenn ich daran denke, was passieren könnte – später, wenn ich nicht mehr so bei ihnen bin wie jetzt. Die Nachrichten, die Schicksale – vieles verunsichert mich. Doch ich versuche aus der Schwäche eine Stärke zu machen.

„Dafür bist du noch zu klein“

Melina und Freddie klettern gerne. Mein Prinzip: Wo sie alleine raufkommen, dürfen sie auch hoch. Auf diese Art vermeide ich Sätze wie „Das kannst du nicht“ oder „Dafür bist du noch zu klein“. Statt mit „Achtung“-Hinweisen hinter ihnen zu stehen, versuche ich mich zu entspannen. Immer lächeln. Haben sie es geschafft, ist ihr Stolz meine Erleichterung. Sie wachsen und ich wachse mit ihnen.

Ich versuche meine Kinder bestmöglich auf das vorzubereiten, was kommen wird und kann. Mir ist bewusst, dass ich Grenzen habe, ich nicht alles verhindern kann. Aber ich kann ihnen Werte und Selbstbewusstsein mit auf dem Weg geben. Ein Gefühl für Gerechtigkeit, richtig und falsch, gut und böse. Und Liebe. Ganz viel Liebe. Und den Traum, dass es vielleicht mal eine bessere, eine sichere Welt gibt. Für sie, uns, ihre Kinder.

Passt auf euch auf, Eure Jette!



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