hier wird gemotzt und gel(i)ebt

Brei? Nein Danke.

Brei? Nein Danke.

Freddie ist heute 8 Monate alt – waaaahnsinn. Warum rast gerade die Zeit mit Kindern so? Während sie früher nur so dahin plätscherte. Nun gut, es ist wie es ist und da ich meine Elternzeit um ein paar Monate verlängert habe, geht es mit den Bauchschmerzen. Auch, weil der Babysohn nur Muttermilch möchte. Richtig gelesen: kein Brei. Also habe ich mich noch mal zum dem Thema Baby-led Weaning (Blw) belesen.

Loretta Stern hat dazu zwei Bücher geschrieben. Ein Theorie- („Einmal breifrei, bitte!“) und ein Praxisbuch („Das breifrei! Kochbuch“). Ersteres habe ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen. Sie schreibt dort über Nahrungsmittel, die man meiden sollte, das richtige Öl und gibt Tipps.

Kleiner Einblick in die Theorie

Das zweite habe ich mir gekauft. Es ist ein Kochbuch, jedoch hat Anja Constance Gaca („Von guten Eltern“) ein Vorwort geschrieben und gibt so noch mal einen kleinen Einblick in die Theorie. Zur Auffrischung des Wissens super geeignet, jedoch empfehle ich euch das erste Buch, wenn euch das Thema noch gänzlich fremd ist.

80 Rezepte, persönliche Hinweise – schön bebildert und gut geschrieben. Wer ein breiverweigerndes Baby wie ich hat, macht mit dem Buch nichts verkehrt. Denn viele Rezepte sind für die ganze Familie geeignet, nur das Würzen müsste nachgeholt werden.

Alternative zum Breifüttern

Ich finde, dass Blw eine super Alternative zum Breifüttern ist. Allerdings nimmt Freddie nicht die nötige Menge zu sich, um davon satt werden. So stille ich quasi noch voll. Denn der Knirps scheitert einfach am Runterschlucken. Er lutscht auf seinem Brötchen rum, löst sich ein Stück, spuckt er es aus. Ja, der Mann weiß wie es geht. Mamas Brust ist halt am besten.

Für mich hat sich die Situation, auch dank der verlängerten Elternzeit, etwas entspannt. Dadurch kann ich Freddie die Zeit geben, die er braucht. Und es hat ja auch Vorteile. Die Milch hat immer die richtige Temperatur, ist stets verfügbar und Babysohn wird schon mal an den Familientisch gewöhnt.

Melina war auch ein „Brustkind“. Sie hat sich erst abgestillt, als ich mit Freddie schwanger war – also mit 17 Monaten. Bei ihr war ich deutlich unentspannter. Ich hatte mir in der Theorie alles anders überlegt: Mit vier Monaten den ersten Brei, nach und nach die Mahlzeiten ersetzen, statt Milch aus der Brust aus der Flasche und nachts auch mal den Schnuller. Was war? Sie hat selten ein Glas komplett aufgegessen, eigentlich nie, und nahm weder Nuckel noch Flasche. Die daraus resultierende Abhängigkeit war zwischendurch sehr belastend für mich.

Jetzt beim zweiten Kind bin ich wesentlich entspannter. Nehme die Stillzeiten auch als Zwangspause für mich. Freue mich, mit Freddie den Weg in seinem Tempo gehen  zu können. Ich muss nicht Zwangsabstillen. Ich biete an und er entscheidet. Schön für mein Mamaherz.

Liebe Grüße, eure Jette



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