hier wird gemotzt und gel(i)ebt

#selbstgeboren trotz Einleitung

Ihr kennt das: Man wird zum Muttertier, wenn jemand oder etwas seinen Schützlingen (ungerechter Weise) zu nahe kommt oder „angreift“. Doch jetzt fühle ich mich ungerecht behandelt. Ich rede nicht davon, dass ich im 7. Schwangerschaftsmonat den Kinderwagen alleine in die Bahn zerre und alle gucken statt zu helfen. Nein! Ich rede von dem Aufruf einer Hebamme (!), die unter dem Titel „Selbstgeboren“ Geburtsgeschichten ohne Eingriff von Außen sammelt. Das darf sie und soll sie meinetwegen auch. Aber bitte etwas sensibler. Denn ich habe meine Tochter trotz oder gerade wegen der Einleitung selbstgeboren. Eine Alternative gab es für mich nicht. Das Fruchtwasser war zu wenig, warten bis es lebensgefährlich wird? Nein!

Es wundert mich, dass eine Hebamme, deren Beruf es ist, eine Frau auf dem Weg zum Mamasein zu begleiten, so viele ausschließt, andere Meinungen, Ängste oder medizinische Gründe nicht berücksichtigt. Auch Mütter, die einen Kaiserschnitt hatten – egal ob gewollt oder nicht – haben ihr Kind selbstgeboren. Mich stört dieses Wort, mich stört dieses Buch.

Unter #selbstgeboren könnt ihr auch bei Twitter weitere Meinungen und Erfahrungen dazu lesen. Eine Blogparade findet ihr bei berlinmittemom.



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