hier wird gemotzt und gel(i)ebt

Die Sache mit dem Namen

BildIn der Theorie stehen Namen für die noch ungeboren, oft aber noch nicht mal geplanten Kinder schnell fest. Doch wenn es dann wirklich so weit ist, kommen oft Zweifel auf. Bei Püppi fiel uns der Name sehr einfach. Melina. Gehört, genommen.

Beim zukünftigen Babysohn zeigen wir uns weniger entscheidungsfreudig. Der Beste möchte Franz Ferdinand. Ich nicht so wirklich. Gegenvorschläge meinerseits? Auch nicht so wirklich, eher Kann-Namen. Bis, ja bis wir auf Freddie kamen. Gehört, geliebt, genommen.

Doch der Beste gibt nicht auf, hat in Geschichte gut aufgepasst und nun steht folgender Kompromiss im Raum:Es wird ein Franz Ferdinand, wenn er am errechneten Entbindungstermin (5. Juli) kommt. Denn, und jetzt folgt ein kleiner geschichtlicher Rückblick: Franz Ferdinand, österreichische Thronfolger, starb beim Attentat von Sarajevo. Dadurch kam es 1914 zum Ersten Weltkrieg. Nicht der schönste Anlass für den Namen, zugegeben. Aber ist es nicht ein riesen Zufall, dass Deutschland am 5. Juli 1914, eine Woche nach dem Attentat, der österreichisch-ungarischen Regierung im Falle eines Krieges ihre Unterstützung zusicherte? 5. Juli 1914! Unser Entbindungstermin ist auf den Tag genau 100 Jahre später: 5. Juli 2014.

Als der Beste mir voller Stolz seinen Geschichtsvortrag hielt, konnte ich nicht anders, als darauf eingehen. Doch nun zur eigentlich wichtigsten Frage: Wie viele Kinder kommen noch mal errechneten Entbindungstermin?



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