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Abstillen, ohne Tränen und stundenlanges Beruhigen

Es war eine Hassliebe – das Stillen und ich. Liebe, weil es eine einmalige nicht ersetzbare Verbindung zum Baby ist. Dabei habe ich mich nie an irgendwelche Taktungen gehalten. Ich habe gestillt bei Hunger und zur Beruhigung. Also mal mehr, mal weniger. In der Regel immer gerne und vor allem nach dem Bedürfnis des Kindes.
Schon von Anfang an war es mein Wunsch, dass sich Püppi alleine abstillt. In ihrem Tempo. Aber natürlich gab es auch Momente, in denen ich keine Lust hatte. Wenn ich abends mal wieder 2 Stunden stillte, bis die Kleine schlief. Oder nachts alle 1 1/2 Stunden „ran musste“. Aber jetzt, wo Püppi mit 16 Monaten einfach von jetzt auf gleich die Brust verweigerte, sich so selbst abstillte, freue ich mich durchgehalten zu haben. Ich freue mich, dass die kritischen Fragen aus meinem Umfeld mich nicht verunsichert haben.
Wie unsere Abende und Nächte jetzt ablaufen? Wir lesen ein Buch, sagen uns Gute Nacht und kuscheln dann. Sie wühlt noch ziemlich hin uns her bis sie ihre Schlafposition gefunden hat. Aber das ist ok. Wenn man bedenkt, dass sie ja erst mal lernen muss, ohne Brust einzuschlafen. Nachts wachts sie vielleicht zwei Mal auf, sucht wieder Körperkontakt und schlummert dann genüsslich weiter. Ihr muss kein Schnuller oder eine Milchflasche abgewöhnt werden. Bin ich froh!
Und ich? Ich werde morgen erstmal zum Konzert gehen und ein Bierchen genießen!
Beim zweiten Kind würde ich es übrigens wieder genauso machen. Ich weiß, dass es Abende geben wird, an denen ich auch dann lieber im Kino wäre, aber die Abende sind einfach zu selten. Das Schmatzen des Kindes, die Wärme und Nähe entschädigen. Und was sind 16 Monate im Verhältnis zum ganzen Leben, dass noch vor uns liegt?! Die Kinder werden schneller als uns manchmal lieb ist groß und selbstständig. Krabbeln, laufen, alleine Essen, Kita. Als Mutter bleibt einem oft  nur das geduldige Begleiten, das endlose Üben und das liebevolle Loslassen. Immer und immer wieder.



0 thoughts on “Abstillen, ohne Tränen und stundenlanges Beruhigen”

  • Hallo 🙂
    ich kann dir nur zustimmen, habe es genauso gemacht und es nie bereut. Was die anderen sagen interessiert doch nicht! Schließlich ist es dein Leben und dein Gespür für dein Kind.
    Ich find es toll, dass mittlerweiel viele Mütter so denken und handeln :o)
    LG
    Dine

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