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Probleme, Sorgen und Nöte der Kita-Eingewöhnung

Tag zehn der Eingewöhnung. Ich gehe mit Melina rein, wir spielen 10 Minuten, ich verabschiede mich und gehe raus, sie weint. Lange. Ausdauer ist scheinbar ihre Stärke. Der Versuch es zu überhören missglückt. Nervös versuche ich Nachrichten auf dem Iphone zu lesen. Gar nicht so einfach. Ich sehe den Schatten von Melinas Füßen im Türspalt. Kurz Ruhe. Bestechungsweintrauben erfüllen ihren Zweck. Für den Moment. Sie beweist ihre Ausdauer und weint. Der CD-Rekorder sagt ihr den Kampf an: Kinderlieder vs. Kindergeschrei. Erfolg. Sie tanzt. Ich entspanne. Sie weint. Fünf Lieder sind um. Ich bin verspannt. Acht Minuten vergehen. Der Schatten. Ihre Hände klopfen an der Tür. Die Tür geht auf. Püppi verstummt. Breitet die Arme aus. Schluchzt. Umarmt mich. Sie entspannt. Ich auch.



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  • Ich kann so mit dir mitfühlen. Heute morgen hat meine Tochter auch geweint, als ich sie in der Spielgruppe ließ. Interessant aber war das Gespräch am Mittagstisch. Sie meinte, dass sie geweint hatte, als ich ging und dass sie traurig war. Auf meine Frage, ob sie lange geweint hätte, meinte sie „nur ein bisschen“. Ich: „und was hast du dann gemacht?“ Tochter: „Perlen aufgefädelt, das mache ich so gerne“. Manchmal ist es gut zu wissen, dass Kinder schnell von einem Gefühl zum nächsten schwanken können. Was mir gerade noch einfällt: In meiner Zeit als Erzieherin ist mir aufgefallen, dass öfters Kinder bei der Eingewöhnung weinten, wenn es den Eltern schwerer gefallen ist, sie im Kiga zu lassen. Somit ist es gut zu wissen, dass Kinder schnell von einem Gefühl zum nächsten wechseln können, das erleichtert es uns vielleicht, unsere Kinder mit dem Gefühl „es geht ihnen gut “ loszulassen.

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