hier wird gemotzt und gel(i)ebt

Schnell, schneller, die Geburt meiner Tochter

Ich habe versucht sie mir vorzustellen, die Geburt. Schmerzhaft am Seil hängend wie Jane und laut schreiend wie Tarzan. 20 Stunden im Kreißsaal liegend, die Hand meines Partners drückend.

Doch schon die Geburt gibt einen Vorgeschmack auf das, was mit Kind folgt. Es lohnt sich weder zu planen, noch sich Dinge vorzunehmen – ab jetzt entscheidet das Kind. Und das hatte es eilig.

Nach dem Blasensprung spürte ich leichte Wehen, die sehr schnell an Intensität zunahmen. Laut der Schwestern normal. Ich rief trotzdem den Besten an, mit dem Hinweis, dass es auch falscher Alarm sein könnte.

Nach wenigen Minuten aber wusste ich, dass dem nicht so war. Ich musste die Wehen veratmen und es dauerte nicht mehr lange, bis ich auch mit zunehmender Lautstärke die anderen Frauen auf Station über das sich anbahnende Wunder unfreiwillig informierte.

Eine Wehe dauert ca. 30 Sekunden, die Pause bis zur nächsten 60. Dementsprechend lange dauerte es, bis ich den Gang Richtung Fahrstuhl und damit meinem Freund und auch dem Kreißsaal zurücklegte. Nach einer halben Stunde waren ein paar Meter geschafft und mein Freund endlich da – mit dem „Spiegel“ zum Lesen in der Hand. Zum Lesen sollte er allerdings nicht mehr kommen.

In den Wehenpausen rannten wir also Richtung Kreißsaal und dann ging es sehr schnell. Schon nach 15 Minuten hatte ich Presswehen und nach weiteren 15 Minuten war sie dann da: Unser 50 cm kleines und 2995g leichtes Wunder. Melina <3



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